Wie wichtig ist Schlaf?

Januar 14th, 2011

Man sagt ja, dass junge Hunde schon bald eingehen, wenn man sie vom Schlafen abhält. Auch Kinder werden schnell unerträglich und wenn man ehrlich ist, kann man auch als erwachsener Mensch die gute Laune nur spielen, wenn man die Nacht davor nicht ausreichend geschlafen hat. Oder wird Schlaf eigentlich überbewertet?

Gut geschlafen?

Die Frage nach der angenehmen Nachtruhe gehört zum Standardrepertoire, wenn man sich nach dem Befinden einer Person erkundigt. Auch der Wunsch zu einer guten Nacht, wenn man abends zu Bett geht, ist fest integriert in die Höflichkeitsfloskeln unserer Gesellschaft. Doch ist ein Schlafzimmer nur zum Schlafen da? Und wenn ja, wieso kann man so viele wundervolle Schlafzimmermöbel kaufen, die so viel mehr Möglichkeiten bieten, als sich auf die Matratze zu legen und unmittelbar einzuschlafen? Allein schon wie viele verschiedene Betten es gibt. Harte und weiche, Wasserbetten oder asketische Futons, den Zweck darauf schlafen zu können, würde ja schon eine Schaumstoffmatratze mit dem jeweils erwünschten Härtegrad erfüllen. Die Möbel und die Gestaltung des Schlafzimmers lässt aber erahnen: Die Nacht ist nicht nur zum Schlafen da!

Nachtaktiv oder rastlos

Viele Menschen wollen erst gar nicht ins Bett. Und damit sind nicht nur Heranwachsende in einem bestimmten rebellischen Alter gemeint, sondern auch Erwachsene, die sich nur wohl fühlen, wenn es weit nach Mitternacht ist, bevor sie die ersten Anstalten machen, ins Bett zu gehen, oder die sich die Nacht gleich komplett um die Ohren schlagen, indem sie ein ganzes Buch lesen, bis zum Morgengrauen fernsehen oder auf noch andere Ideen kommen. Menschen, die gerne und gerne viel schlafen, können das überhaupt nicht verstehen. Für sie sind die Nachtschwärmer rastlos und getrieben und verpassen das beste: Einen tiefen traumlosen Schlaf von mindestens sechs Stunden pro Nacht. Das ist nämlich so der ungefähre Zeitrahmen, der für eine gesunde Nachtruhe empfohlen wird. Nur in Ausnahmesituationen sind diese Gern- und meist auch Langschläfer bereit, ihren kostbaren Ruhezeitraum zu verkürzen oder gar zu unterbrechen. Gründe könnte(n) höchstens eine Krankheit sein: wegen ständigen Aufstehenmüssens können sie nicht schlafen, oder wenn Dringendes anliegt wie: “Das Kind schreit”, “Eine Freundin ruft an, weil sie dringend reden muss”, oder gar: “Das Haus brennt”. Alles darunter kann sie nicht stören und auch Geräusche, Licht oder allgemeiner Trubel hält sie nicht vom Land der Träume fern. Jeder muss wissen, wie wichtig Schlaf für ihn ist. Ist man jedoch chronisch übermüdet, schlecht gelaunt oder fühlt sich gar kränkelnd, sollte man vielleicht seinen Schlaf-”fahrplan” überdenken.


Trackback URI | Comments RSS

Leave a Reply

Name (erforderlich)

Email (erforderlich)

Webseite

Speak your mind