Spielerische Hundeerziehung
In fast fünf Millionen deutschen Haushalten ist ein Hund fester Bestandteil der Familie. Wichtigste Grundlage dafür, dass das Zusammenleben zwischen Mensch und seinem besten Freund reibungslos und harmonisch verläuft, ist eine gelungene Erziehung und Ausbildung des Vierbeiners. Erzieherische Maßnahmen und Erziehungsstil unterschieden sich von Hundehalter zu Hundehalter. In einem Punkt sind sich viele Hundehalter jedoch einig: bei der Erziehung eines Welpen kommt dem Spielen eine wichtige Bedeutung zu.
Spielen als Verhaltensgrundlage
Das Spielen mit Herrchen und Frauchen oder anderen Vierbeinern ist bei Hunden sehr beliebt. Zwar besitzen viele Hunde einen natürlichen Spieltrieb, doch die meisten Vierbeiner müssen sich ihre Spielfreudigkeit entgegen langläufiger Meinungen erst im Laufe ihrer Sozialisation erwerben. Während des Spielens lernen junge Hunde grundlegende soziale Regeln und Verhaltensweisen. Aus diesem Grund sollten Hundbesitzer ihren vierbeinigen Freund bereits im Welpenalter zum toben und Spielen mit Hundespielzeug animieren und fördern. Während des Spielens sammelt der junge Vierbeiner spielerisch Erfahrungen mit seiner Umwelt und erfährt wichtige Verhaltensregeln in der (spielerischen) Interaktion mit Artgenossen und Menschen.
Das im Spiel erlernte Sozialverhalten stellt zudem ein wichtiges Fundament für die spätere Ausbildung und Lernfähigkeit eines Hundes dar. Wird ein Hund bereits im Kindesalter durch vielfältige Umweltreize und Einflüsse gefördert, so bilden sich wichtige Nervenbahnen in seinem Gehirn. Je mehr Verknüpfungen sich im Welpenalter bilden, desto lern- und aufnahmefähiger wird der Hund auch in späteren Lebensabschnitten sein.
Jagdspiele
Zu den häufigsten Spielen im Welpenalter gehören die so genannten Jagdspiele. Hierbei übernimmt ein Hund den Part des Gejagten während die anderen ihn jagen. Weit verbreitet unter jungen Hunden sind zudem Balgereien, bei denen die kleinen Vierbeiner ihre Kräfte auf die Probe stellen und verschiedene soziale Positionen einnehmen.
Ziehspiele
Wichtiger Bestandteil der Interaktion mit Artgenossen sind die so genannten Ziehspiele. Hier spielen die jungen Vierbeiner meist untereinander mit Stöckchen oder ähnlichem Hundespielzeug. Zwei oder mehrere Hunde ziehen dabei so lange an dem Gegenstand, bis einer nachgibt. Dieses Spiel kann auch der Hundehalter selbst mit seinem Hund spielen. Herrchen und Frauchen sollten hierbei darauf achten, dass sie das Spiel jederzeit mit einem bestimmten Kommando unterbrechen können. Der Hund sollte diesem Kommando stets Gehorsam leisten.
Such- und Apportierspiele
Für besonders wilde und aktive Welpen sind vor allem Such- und Apportierspiele geeignet. Sowohl in der freien Natur als auch im Haus oder der Wohnung bieten Spiele dieser Art Hund und Hundehalter unzählige Spielmöglichkeiten. Beim Suchspiel besteht die Aufgabe für den Hund meist darin, ein verstecktes Spielzeug zu finden. Der Vierbeiner kann auf der Suche nach dem versteckten Spielzeug seine Spürnase und seinen Geruchssinn trainieren oder mit Hilfe seines Gehörs das Versteck ermitteln.
Beim Apportierspiel trainiert der Hund vor allem seine Geschicklichkeit und sein Gehorsam. Hundehalter sollten darauf achten, dass ihr vierbeiniger Liebling beim Apportieren das Spielzeug nicht einfach davon trägt, sondern tatsächlich zurückbringt.
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